Schmerztherapie

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Die körperliche Empfindung Schmerz ist jedem Menschen aus Erfahrung bekannt. Ein akutes Schmerzerlebnis wie z.B. wenn man sich aus Unachtsamkeit mit der Nadel in den Finger sticht oder man aus Versehen an den noch heißen Ofen greift, geht mit einer Gewebeschädigung im Körper einher. Beispielsweise durch eine kleine Brandblase oder einer Einstichstelle der Nadel.

Dabei warnt uns der Körper sofort vor dem schmerzhaften Reiz, eine Reizweiterleitung findet statt, von der Peripherie z.B. vom Finger bis ins Gehirn. Diese Information versetzt alle Körpersysteme in Alarmbereitschaft und veranlasst uns auf den Schmerz aufmerksam zu werden und Abhilfe zu schaffen. Diese Gefahrenmeldung ist wichtig und sichert unser Überleben.
Bestehen Schmerzen jedoch über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten, so wird von einem chronischen Schmerz ausgegangen. Beim chronischen Schmerz besteht im Vergleich zum akuten Schmerz keine akute Gewebeschädigung. Das Gehirn übermittelt uns jedoch weiterhin das Gefühl von Schmerzen, es kann sich ein so genanntes Schmerzgedächtnis im Gehirn entwickeln.
Schmerzen können verbunden sein mit Ängsten, depressiven Verstimmungen, einem reduziertem Selbstwertgefühl sowie veränderter Körperwahrnehmung, Kraft- und Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen etc.

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Ergotherapeutische Behandlungsmethoden im Arbeitsfeld Schmerztherapie

  • Vermittlung von Strategien des Schmerzmanagements
  • Verhaltenstherapeutische Ansätze zum besseren Umgang mit dem Schmerz
  • GMIP Graded motor imagery program : ein Programm zur Lateralitätserkennung (Seitenerkennung) zwischen rechter und linker Körperhälfte
  • Spiegeltherapie
  • CIMT- constraint induced mouvement therapy
  • Thermische Anwendungen wie Wärme- oder Kälteanwendungen
  • Ödembehandlung
  • Körperwahrnehmungstraining
  • Kraft-, Bewegungs- und Gleichgewichtstraining
  • Ausführung von alltagrelevanten Aktivitäten trotz bestehender Schmerzsymptomatik
  • Handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten
  • Entspannungsverfahren
  • Arbeitsplatztraining

Wir behandeln Patienten mit folgenden Krankheitsbildern 

  • akute und chronische Schmerzzustände nach Unfällen und Operationen

  • komplex regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

  • Polyneuropathie

  • Fibromyalgie

  • Rückenschmerzen

  • Kopfschmerzsymptomatik

  • nach Amputationen

  • Sensibilitätsstörungen

  • weitere Erkrankungen mit Schmerzsymptomatik

     

Spezielle Angebote für Schmerzpatienten

  • „Genussmomente im Alltag finden“

    Genusstraining nach Eva Koppenhöfer

    Trotz bestehender Schmerzen kann die Aufmerksamkeit über die dem Körper zur Verfügung stehenden Sinne wie „Fühlen“, „Riechen“, „Hören“, „Schmecken“ und „Sehen“ wieder auf positive Lebensinhalte gelenkt werden. In diesem Einzel- aber auch Gruppentraining sollen alle Sinne wieder lernen, neben dem Schmerz, bewusst die positiven Aspekte des Alltags wahrzunehmen.

  • „Kreativ sein befreit, auch wenn der Schmerz fesselt“

    eine Gestaltungsgruppe für Patienten mit chronischen Schmerzen

    Über das Handeln definiert sich der Mensch und ist produktiv. Kreative und gestalterische Techniken geben wieder Impulse zum Handeln, auch wenn eine Einschränkung der Fähigkeiten besteht. Die Aufmerksamkeit wird vom Schmerz weg, hin zu positiven Lebensinhalten geleitet.